Für Eilige

Das neue Jahr startet mit einer fulminanten und relativ redseligen Episode. Etwas konfus gehen wir diverse Kleinthemen wie Wintersport, Dronenabstürze, Milli Vanilli, dunkle Dezemberhochzeiten, Rudolf Schenker, D850, Hochzeitsawards und Fury in the Slaughterhouse an. Gekrönt wird die Sendung erneut durch unser allumfassendes, geographisches Wissen. Viel Spaß.

Drohnenabsturz

Manuel hätte um ein Haar seine Drohne verloren. Nach einem kurzen aber heftigen Bodenkontakt, konnte sie aber gerettet werden.

Epic Shots und Awards

Nils plante in einem Anflug von Panik eine Südamerikareise. Awards für Hochzeitsfotografen – Fluch oder Segen? Was ist davon zu halten? Einzelbild vs. Hochzeitsstrecke. Das Thema bietet viel Raum für Diskussionen.

Buchungssituation 2018 / 2019

Wo stehen wir heute? Ist alles schwieriger geworden? Wir besprechen wie oft wir gebucht werden und warum. Was bringt ein „Signature Style“? Lassen sich durch gute Kommunkation im Portfolio und Text die richtigen Kunden gewinnen und glücklich machen? Wie gut und reibungslos läuft es bei den „Stars der Szene“?

Inspiriert durch diesen Post beziehen wir ungefragt Stellung:

Mal ne Frage an euch. Als ich vor rund 3 Jahren in die Hochzeitsfotografie einstieg, waren mir ein paar Namen zu dem Thema ( also „berühmte oder bekannte“ Hochzeitsfotografen ) geläufig. Laß Ich deren Blogs dachte ich so: „Wow, die werden von den Brautpaaren vom Fleck weg gebucht.“ Keine Frage nach dem Preis, nur die Frage ob sie noch verfügbar sind. Verhandlungen ums Budget ? Keine Spur davon. Absagen auch nicht … ! ok ok – vielleicht ein wenig naiv von mir, aber so sah es nun mal aus.

Als ich dann meine ersten Hochzeiten kalkulierte und der Zulauf extrem war, war mir schnell klar, dass ich zu günstig war. Also rauf mit den Preisen und selbst da ( ich nahm damals 1400 Euro für 10 Stunden ) kann ich mich eig. nicht erinnern, dass ich jemals mit einem Brautpaar diskutieren musste. Ja, es gab mal die ein oder andere Absage, aber es war nicht erwähnenswert. Meine Qualität verbesserte sich ( das soll nicht eingebildet klingen – aber ich habe es wirklich so bemerkt. ) Die Brautpaare empfahlen mich immer weiter, ich hörte sogar schon Sprüche wie: „Wenn du heiratest, ruf XXX an“ Man schrieb mir Wahnsinns Bewertungen und ich habe das Gefühl, dass sich alles verbesserte. Ich hatte mir wohl irgendwie einen Namen gemacht. Wenn man das so sagen darf ohne arrogant zu wirken. Anfang des Jahres und nach vielen Gesprächen mit anderen Fotografen habe ich dann meine Preisstruktur mal im Hinblick auf eine „mögliche“ Selbstständigkeit  angepasst und es dauerte scheinbar eine Ewigkeit, bis überhaupt noch ein Brautpaar sich bei mir meldete. Doch es lief dann langsam an ( viel langsamer als die 2 Jahre zuvor. ) Aktuell bin ich bei 15 Reportagen für 2018 aber die Quote derer, die entweder versuchen bis aufs Blut zu verhandeln, oder direkt nach Bekanntgabe des Preises absagen oder sich nicht mehr melden ist exorbitant nach oben gegangen. Ich saß so einige Male sehr betrübt hier in meinem Büro und dachte an die „Stars“ der Hochzeitsszene. Wobei das wohl auch teils Menschen sind, die eine große Internetbekanntheit besitzen. Aber egal – ich dachte an deren Stories. Daran, dass sie vom Fleck weg gebucht werden und teilweise 2 Jahre im Voraus gebucht werden und im Grunde ( wenn man Interviews glaube darf ) nicht wirklich mal eine Absage erhalten haben. Ich habe die Realität allerdings anders erlebt und erlebe sie immer noch. Zwar ist meine Buchungslage in Ordnung für Dezember 2017 aber wenn ich Bedenke, wieviele Absagen dabei sind macht mich das doch schon ein bisschen nachdenklich. Ich wäre mal über ehrliche Erfahrungen eurerseits dankbar – ist das ein Märchen, dass manche wie geschnitten Brot „gekauft“ werden, ohne dass der Kunde auch nur einmal kritisch nach dem Preis oder sowas fragt ? Hat das was mit einer gewissen Bekanntheit im Netz zu tun ? Ich haue mal ganz platt raus:  Hier in meiner Ecke arbeiten „Hochzeitsfotografen“ für bald 3000 Euro und was die bieten ist aus meiner und aus der Sicht anderer Fotografen, der letzte Schund aber sie arbeiten mit einer guten Auftragslagen. Erklären kann ich mir das alles nicht so wirklich.  danke euch !!!!

 

2 Kommentare

  • Also ich nehme jetzt mal den Ball auf und geh mal auf meine Erfahrung der letzten 5 Jahre ein.

    Anfang Cheap Cheap Cheap und da wurde im Mai die erste Hochzeit überhaupt fotografier und auf das damals noch deutlich weiter streuende FB hochgeladen und zack gleich 5 weitere Hochzeit in dem Jahr bekommen. Dann Jahr für Jahr Preise angepasst und nun in meiner Ecke schon recht am oberen Ende des machbaren angekommen.

    Die Buchungslage ist wie im Vorjahr um die Zeit aber der Umsatz pro Hochzeit ist gestiegen aber auch die Anzahl der "Absagen" bzw nicht mehr melden nachdem Sie die Preisliste bekommen haben, auch.

    Ich bin der Meinung das das Hochzeitsfotografen Business dann aber schon deutlich schwieriger geworden ist, wenn man so sieht wie viele es neue Fotografen es gibt, mehr Angebot bei gleicher Nachfrage verringert automatisch den Preis oder lässt das Angebot irgendwann wieder schrumpfen somit wird es sich in den nächsten 1-2 Jahren einpendeln von den Preisen und vom Angebot her und es werden wahrscheinlich ein paar die es Vollzeit machen, vielleicht nicht mehr tun können.

    Zum Thema Budget und Diskussionen. Wenn die Leute meine Preise bekommen, ist es meist so das entweder gar nicht geantwortet wird aber wenn, dann ist das bei mir zu 90% eine feste Buchung. Es wird ab und an mal noch gefragt ob man das oder das noch machen könnte. Aber das ist in meist im Rahmen und vollkommen ok.

    Da es mittlerweile gefühlt 3mal so viele Fotografen gibt wie vor 2-3 Jahren haben die Paar nun auch den Luxus der Auswahl. Das kann man aber ne verhindern sondern sich nur anpassen in dem man zb. einen eigenen Stil versucht zu entwickeln und und eine eigenen Handschrift immer wichtiger wird. Denn über einen "günstigen Preis" kann man sich auf die Dauer nicht wirtschaftlich halten.
    Versuchen einen eigenen Stil zu finden, Nice und freundlich eine Top Arbeit machen (nicht nur auf die Bilder bezogen) dann schafft man sich denke ich einen Kundenstamm auf dem man aufbauen kann.

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